Hinweis: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf unserem alten 2BS Blog.

Eine Facebook-Seite ist schnell erstellt. Kategorie auswählen, Namen eingeben und wie Facebook schreibt: „Los geht’s“. Doch halt – wenn man sich eine optimale Basis schaffen will, gibt es einiges mehr zu tun und zu beachten. Eine Beschreibung der möglichen Schritte bis zur erfolgreich angelegten Seite und hilfreiche Tipps zu rechtlichen und marketingtechnischen Aspekten findet ihr in dieser ausführlichen Anleitung. Zur Orientierung könnt ihr das Inhaltsverzeichnis nutzen und so auch direkt zu einem bestimmten Abschnitt springen. Wer wenig Zeit hat, kann die Zusammenfassung als Slideshare anschauen.

Schritt für Schritt zur erfolgreichen Facebook-Seite

Gedanken im Vorfeld

Falls ihr euch die Frage stellt “Müssen wir unbedingt auf Facebook sein?”, klickt einfach den Link und lest zuerst noch diesen hilfreichen Artikel von Dr. Kerstin Hoffmann ;-)

Für die, die sich schon sicher sind geht es hier weiter: Ihr habt euch für den Kanal Facebook entschieden. Dass ihr euch Gedanken darüber gemacht habt, was ihr mit der Seite erreichen wollt und wie ihr vorgehen wollt, davon gehen wir einfach aus.

Auf Facebook-Seiten (Fanpages) können Unternehmen, Marken und Organisationen Inhalte mit anderen teilen, sich mit Menschen und anderen Unternehmen vernetzen und miteinander kommunizieren. Seiten können nur von einem Privatprofil erstellt werden. Für eine Organisation, ein Unternehmen, eine Marke oder öffentliche Person darf nur der offizielle Vertreter eine Seite erstellen. Falls diese Regelung Probleme bereitet, habt ihr alternativ die Möglichkeit eine Gruppe zu gründen. Mehr über die Unterschiede von Seiten und Gruppen findet ihr hier.

 

Auswahl der Kategorie

Die eigentliche Erstellung der Seite ist wie gesagt schnell erledigt. Ihr könnt von verschiedenen Stellen auf Facebook aus eine Seite erstellen, z. B. über das Menü oder direkt über diesen Link https://www.facebook.com/pages/create. Beim Festlegen der Kategorie habt ihr sechs Auswahlmöglichkeiten:

  1. Lokales Unternehmen oder Ort
  2. Unternehmen, Organisation oder Institution
  3. Marke oder Produkt
  4. Künstler, Band oder öffentliche Person
  5. Unterhaltung
  6. Guter Zweck oder Gemeinschaft

Wenn die Möglichkeit „Lokales Unternehmen oder Ort“ gewählt wird, können die Besuche der Nutzer angezeigt werden und eure Seite wird als Ort in den Facebook Places gefunden. Unter Seiteninfo – Adresse muss zudem der Standort eingegeben und das Kontrollkästchen „Karte, Besuche und Sternebewertungen auf der Seite anzeigen“ angehakt werden.

Tipp: Wer seine Bewertungen nicht anzeigen will, kann diese ausblenden: Beim Kontrollkästchen „Karte, Besuche und Sternebewertungen auf der Seite anzeigen“ Haken entfernen, dann werden die Rezensionen (Sternebewertungen) nicht mehr angezeigt. Allerdings verschwindet in der Desktop-Ansicht dann auch die Karte.

Die Kategorie kann nachträglich geändert werden.

 

Facebook-Kategorien

 

Seitennamen festlegen

Nun fehlt nur noch die Vergabe des Seitennamens zur offiziellen Geburt der Seite. Hierzu gibt es einige Regeln und Einschränkungen. Laut Facebook müssen Seitennamen den Seiteninhalt genau wiederspiegeln und dürfen zum Beispiel weder missbräuchliche Begriffe enthalten noch die Rechte einer Person verletzen oder irgendeine Variation des Wortes „Facebook“ enthalten. Zudem dürfen keine irreführenden Wörter, allgemeinen Begriffe oder geographische Standorte benutzt werden. Auch zur Schreibweise gibt es genaue Vorschriften.

Ist diese Hürde noch genommen, könnt ihr die Seite erstellen. Leider hören manche nach diesem Schritt mehr oder weniger auf, laden noch ein Profilbild hoch und fangen planlos an zu posten. Ihr nicht. Denn es gibt noch einiges zu tun :-)

 

WICHTIG:

Nicht gleich selbst wie von Facebook aufgefordert auf „gefällt mir“ klicken und somit auf die (noch gar nicht fertige Seite) aufmerksam machen. Fleißig auf „überspringen“ klicken. Nach der Anmeldung als erstes unter „Einstellungen“ – „Sichtbarkeit der Seite“ die Seite auf „nicht veröffentlicht“ stellen. So vermeidet ihr Zeitdruck und könnt in Ruhe eure Seite gestalten, ohne dass euch jemand dabei beobachtet.

 

Impressum einfügen

Facebook-Unternehmensseiten müssen über ein Impressum verfügen. Punkt. Trotz der Abmahnwellen und der ständigen Präsenz dieses Themas in den Medien kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass dieser Punkt bei einigen Seitenerstellern noch immer nicht ins Bewusstsein vorgedrungen ist. „Ach, ich habe ja keine Website, außerdem mache ich nicht viel auf Facebook“ gilt auch nicht als Ausrede (alles schon gehört…).

Impressumsverstöße wurden und werden massenhaft abgemahnt. Ein Impressum muss nicht nur vorhanden, sondern auch auf den ersten Blick ersichtlich sein. Nach einem Urteil des LG Aschaffenburg ist die Bezeichnung „Info“ als Hinweis zum Impressum nicht ausreichend. So mussten in der Vergangenheit einige Tricks angewendet werden, um der gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen. Seit April 2014 gibt es standardmäßig ein Impressumsfeld auf Facebook. Dieses also bitte mit den entsprechenden Angaben ausfüllen.

Es ist auch möglich, einen Link zum Impressum der Website zu setzen. Dort sollte man sicherheitshalber ergänzen, dass dieses Impressum auch für die jeweiligen Social-Media-Profile gilt. Hier gibt’s eine YouTube-Anleitung, wie ihr das Facebook-Impressum richtig einfügt:

 

Ein kleiner Exkurs über rechtliche Aspekte:

Exkurs rechtliche Aspekte

  Die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Nutzung von Facebook sind kompliziert. Wir gehen davon aus, euer Unternehmen befindet sich in Deutschland. Facebook hat seinen offiziellen Sitz aber in Irland. Das heißt, es sind schon mal zwei Länder mit zwei unterschiedlichen Gesetzgebungen zu beachten. Beim Vertragsabschluss wird zwar das deutsche Recht vereinbart, beim Datenschutz zum Beispiel gilt aber das irische Recht, da die Daten in Irland gespeichert und verarbeitet werden (wieder anders ist es, wenn ihr selbst Daten erhebt z. B. bei Gewinnspielen). Des Weiteren spielen natürlich die Facebook-Nutzungsbedingungen (s. unten) eine wichtige Rolle. Wer sich bei Facebook anmeldet, kommt nicht darum herum, diese in ihrer jeweils geltenden Fassung zu akzeptieren. Somit werden sie automatisch Vertragsgrundlage. Das Hin- und Her zwischen den jeweils geltenden Gesetzen und den Nutzungsbedingungen ist oft schwer zu durchschauen.  

Guidelines rechtliche Rahmenbedingungen

Im Folgenden wird kurz auf die Nutzungsbedingungen und die Impressumspflicht eingegangen. Für detailliertere Informationen empfehle ich euch den aktuellen Leitfaden der Rechtsanwälte Carsten Ulbricht und Jenny Hubertus (Kanzlei Bartsch Rechtsanwälte). Hier werden die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen einfach und verständlich erklärt. Laut diesen Guidelines wird euer Verhältnis zu und mit Facebook maßgeblich bestimmt durch:

  • Facebook-Nutzungsbedingungen für deutsche Nutzer
  • Datenverwendungsrichtlinien
  • Werberichtlinien
  • Verwendung von Facebook-Symbolen
  • Nutzungsbedingungen für Facebook-Seiten, inkl. Richtlinien für Gewinnspiele und
  • Verhaltensrichtlinien

Herzlichen Dank an dieser Stelle für den hilfreichen Leitfaden.  

Nutzungsbedingungen von Facebook

Für jeden Admin (eigentlich für jeden Nutzer) sind die Nutzungsbedingungen Pflichtlektüre. Bei Verstößen gegen diese Regeln droht „Hausherr“ Facebook mit Löschung von Inhalten bzw. Sperrung der kompletten Facebook-Seite. Zu beachten sind unter anderem Ländereinschränkungen und Altersbeschränkungen. Die vollständigen Nutzungsbedingungen findet ihr hier.  

Deutsche Gesetzgebung

Die wichtigsten der zahlreichen gesetzlichen Regelungen im Zusammenhang mit einer Facebook-Seite sind die Impressumspflicht, das allgemeine Persönlichkeitsrecht (bei Personenfotos das Recht am eigenen Bild) und das Urheberrecht.

 

Einstellungen bearbeiten

Nun geht es ans Organisatorische. Sämtliche Einstellungen der Seite müssen bearbeitet und den eigenen Wünschen entsprechend angepasst und eingestellt werden. Welche Einstellungen für wen sinnvoll sind, muss im Einzelfall entschieden werden. Man muss auch nicht jedes Feld befüllen, generell gilt jedoch zu bedenken, dass eine leere Seite ohne Informationen unattraktiv wirkt. Einige meinen, dass die Interessenten dann eher auf den Link zur Website klicken, wenn Sie nicht alle Infos gleich auf Facebook finden. Aber damit Besucher auf den Link zur Website klicken muss zuerst deren Interesse geweckt werden – das schafft man nicht durch Zurückhalten von Informationen und leere Felder.

 

Facebook  

Beitragsattribution/Benachrichtigungen einrichten

Vergesst auch nicht die Einstellungen zur neuen Funktion der Beitragsattribution (ob man auf der Seite standardmäßig im Namen der Seite interagiert oder mit dem Privatprofil) und ganz wichtig die Benachrichtigungseinstellungen. Schließlich hängt man ja nicht ständig auf Facebook, muss aber Interaktionen auf der Seite im Blick behalten um zeitnah reagieren zu können.

 

Administratoren hinzufügen

Ein in punkto Sicherheit ganz wichtiger Aspekt ist die Vergabe der Rollen für die Seite. Die Rollenvergabe auf eine einzelne Person zu beschränken kann Schwierigkeiten verursachen. Gibt es bei diesem einen Admin Probleme mit dem Privatprofil, kann nicht mehr auf die Seite zugegriffen werden. Von niemandem. Sucht euch aber unbedingt vertrauenswürdige Personen, denen ihr Rollen zuweist. Und nicht jeder muss gleich Administrator werden! Seit Mai 2012 können die Rechte für die Rollen gezielt vergeben werden. Oftmals ist dies Seitenbetreibern nicht bewusst. Hier lohnt es sich, sich einmal näher mit den unterschiedlichen Berechtigungen der verschiedenen Rollen zu beschäftigen.

Es stehen die Rollen

  • Administrator
  • Redakteur
  • Moderator
  • Werbetreibender
  • Analyst

Zur Verfügung.

Der Administrator als höchste Hierarchiestufe hat die vollen Berechtigungen, der Redakteur darf alles außer Seitenrollen und -einstellungen verwalten. Ein Moderator kann weder die Seite bearbeiten, noch Apps hinzufügen oder Beiträge erstellen/löschen. Die zweitniedrigste Stufe ist der Werbetreibende, er kann nur Werbeanzeigen erstellen und die Statistiken anschauen, der Analyst hat noch weniger Berechtigung und darf ausschließlich die Statistiken betrachten.

 

Schloss

Weil es so wichtig ist, wiederhole ich es nochmals: Aus Gründen der Sicherheit nur vertrauenswürdige Administratoren hinzufügen. Mehr zum Thema Sicherheit auf Facebook, das insbesondere für Seitenbetreiber eine große Rolle spielt, findet ihr bei Thomas Hutter.

 

Facebook-Internetadresse (Vanity-URL)

Standardmäßig bekommt ihr von Facebook als Internetadresse für eure Seite irgendeine Kombination aus Name und Zahlen in der Art https://www.facebook.com/pages/Pagename/Zahlenkombination zugewiesen. Dies könnt ihr unter „Seiteninfo“ – „Facebook-Internetadresse“ ändern. Dafür müsst ihr mit dem Privatprofil agieren. Es empfiehlt sich einen aussagekräftigen Nutzernamen zu wählen, der zum Unternehmen (CI) passt und den man sich leicht merken kann. Wenn man mehrere Seiten administriert, wählt ihr zuerst die passende Seite aus. Danach gebt ihr den gewünschten Nutzernamen für die URL ein und könnt testen, ob er verfügbar ist. Nutzernamen dürfen ausschließlich die Zeichen A – Z, a – z, 0 – 9 sowie Punkte (.) enthalten, Bindestriche zum Beispiel sind nicht möglich.

 

Gleichlautende Orte und Seiten beanspruchen und zusammenführen

Beim Erstellen einer Seite gehört auch eine Recherche nach gleichlautenden Orten und Seiten auf die ToDo-Liste. Orte werden manchmal automatisch von Facebook oder durch andere Nutzer erstellt. Diese Orte können vom rechtmäßigen „Besitzer“ beansprucht (Claim) und wenn nötig mit der eigenen Seite verbunden werden (Merge). Wie dieser Prozess funktioniert könnt ihr hier bei allfacebook.de nachlesen.

Nicht verwaltete Seiten, die geografische Standorte repräsentieren, können allerdings nicht beansprucht werden.

 

Ist meine Seite eine Seite oder ein Ort?

Wenn bei einer Facebook-Seite eine Adresse im Adressfeld hinterlegt wird, wird sie automatisch zum Ort (dauert manchmal nach dem Speichern noch eine Weile). Bei Orten erscheint eine Karte im Infobereich und Nutzer können einen Besuch angeben bzw. „einchecken“. Des Weiteren können Rezensionen abgegeben werden.

 

Corporate Identity (CI) berücksichtigen

Die Corporate Identity beschreibt vereinfacht gesagt die „Persönlichkeit“ und Wertevorstellungen des Unternehmens. Die ganze Facebook-Seite und das Verhalten der Admins richtet sich idealerweise nach der CI. Extremes ;-) Beispiel: Möchte das Unternehmen einen seriösen Eindruck ausstrahlen und stilvoll wirken, sind schlüpfrige Bilder oder Sprüche auf der Seite tabu.

Das Corporate Design ist wichtiger Teil der Corporate Identity. Ihr könnt es vor allem im Profil- und Titelbild sowie den anderen Fotos umsetzen. Oft wird das Logo als Profilbild genommen. Dies ist wichtig für den Wiedererkennungswert, da das Profilbild immer neben euren Meldungen im Newsfeed angezeigt wird.

Das Titelbild hingegen bekommen eure Fans nur zu sehen, wenn sie direkt auf die Seite kommen (was erfahrungsgemäß nicht so oft der Fall ist) ist oder wenn dieses geliked oder geteilt wird. Es ist sozusagen „nur“ Hintergrund und Ausschmückung. Ein Dekorationsgegenstand, der aber einen maßgeblichen Teil dazu beiträgt, welchen ersten Eindruck eure Besucher von der Seite haben. Infos und Vorlagen zu Bildgrößen sowie Tools zum Gestalten toller Bilder findet ihr hier.

 

Kamera

 

Unternehmensbeschreibung

Bei der Bearbeitung der Informationen im Info-Tab lohnt es sich, der Unternehmensbeschreibung einige Zeit zu widmen. Bevor ihr die Beschreibung der Website eins zu eins kopiert, prüft ob diese wirklich auf die Facebook-Seite passt. Mit Links zur Website kann versucht werden, den interessierten Besucher dorthin zu lotsen (falls dies gewollt ist). Die jeweils verfügbaren Felder sind übrigens abhängig von der gewählten Kategorie.

 

Meilensteine

Ein nettes Spielzeug, das zugleich einen Überblick über euer Unternehmen schafft, ist das Setzen von Meilensteinen. Diese werden im Info-Tab angezeigt. Hier habt ihr die Möglichkeit, eure Unternehmensgeschichte chronologisch darstellen. So könnt ihr gezielt Ereignisse hervorheben, auf die ihr eure Seitenbesucher aufmerksam machen wollt. Diese Einträge generiert ihr über eine Statusmeldung mit der Auswahl „Meilenstein“. Sie kann auch in der Chronik verborgen werden, so dass nur der Eintrag als Meilenstein erscheint.

Tipp: Um Ereignisse vor dem Zeitpunkt der Erstellung eurer Fanseite anzugeben, müsst ihr einen kleinen Trick anwenden: Unter „Startinformationen“ bei Seiteninfo euer Gründungsdatum einfügen, dann könnt ihr bis dahin zurückdatieren.

 

meilenstein

Seiteninhaber hinzufügen

Wer steht hinter eurer Seite, mit welchen Personen kommunizieren eure Nutzer? Das ist für Fans interessant zu wissen. In den Einstellungen habt ihr unter dem Stichwort „Empfohlen“ die Möglichkeit, bestimmte Seiteninhaber auszuwählen und deren Profile im Info-Bereich unter „Seiteninhaber“ sichtbar zu machen. So haben eure Fans eine Vorstellung davon, mit wem sie (hoffentlich) kommunizieren und eure Seite wirkt persönlicher. Wer auf seinem Privatprofil öffentlich postet und Abonnieren für alle freigeschaltet hat, kann zudem auf diese Weise mögliche Abonnenten auf sich aufmerksam machen.

 

Tab-Apps

Standardmäßig habt ihr auf eurer Seite zum Beispiel die Tabs „Gefällt mir-Angaben“, Info, Fotos etc. Eine Möglichkeit eure Seite zu optimieren und so von den Wettbewerbern abzuheben ist eventuell die Arbeit mit Tab-Apps. Ihr könnt auf diese Weise beispielsweise andere Kanäle vernetzen und auf euren Newsletter hinweisen. Oder bestimmte Themen näher ausführen. Im Prinzip ist sogar eine Mini-Website auf Facebook möglich (die aber auf keinen Fall eine „richtige“ Website ersetzen kann – hier sollte man sich nie auf Drittanbieter verlassen). Tab-Apps werden oft bei Aktionen und Gewinnspielen benutzt.

Tab-Apps müssen etwas aufwändiger über den Developer-Bereich entwickelt werden. Riesengroßes Problem bei den Apps ist, dass sie mobil nicht dargestellt werden. Deshalb ist die Zukunft der Tab-Apps ungewiss.

 

Tab-Apps Facebook

 

Facebook-Seite vernetzen

Wenn ihr eure Seite veröffentlicht habt, muss diese noch auffindbar gemacht werden. Ganz wichtig ist die Anbindung auf der Website. Die Website ist die Zentrale für alle Internetaktivitäten des Unternehmens und oft erste Anlaufstelle für Besucher. Von hier aus sollte die Facebook-Page leicht auffindbar sein. Manche bauen auch einen Facebook Like-Button oder eine Facebook Like-Box mit einer Vorschau der Beiträge und/oder Fans ein. (Achtung Änderung, ab Juni 2015 wird die Like-Box durch das Page-Plugin ersetzt). Ebenso gibt es die Möglichkeit, ein Banner einzubetten. Die Bannerauswahl findet ihr über das Privatprofil unter Profil – Menüauswahl (drei Punkte) neben „Aktivitätenprotokoll anzeigen“ – „Füge einen Banner zu deiner Webseite hinzu“. Sieht dann beispielsweise so aus:

2BS – Beyer Business Solutions

Ebenso ist es ratsam, die Facebook-Unternehmensseite mit den anderen Social-Media-Präsenzen des Unternehmens zu vernetzen. Wenn Fans in anderen Netzwerken aktiv sind, möchten sie euch vielleicht auch dort folgen. Besonders in der Anfangsphase einer Social-Media-Präsenz oder bei bestimmten Aktionen, die über Social Media laufen, kann auch ein Hinweis auf die Präsenz im Newsletter und auf der geschäftlichen Korrespondenz sinnvoll sein.

 

Interne Kommunikation

Nun müssen noch die eigenen Mitarbeiter des Unternehmens instruiert (Social-Media-Leitfaden) und informiert werden. Diese können, wie Andreas Quinkert in seinem Blogartikel Social Media: Wie Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Boot holen schreibt,

als „hauseigene“ Katalysatoren und Multiplikatoren gerade in der Startphase einer Fanpage oder Unternehmensseite den neuen Social-Media-Auftritt ihres Arbeitgebers durch ihre aktive Teilnahme mächtig nach vorne pushen.

 

Mitarbeiter können auch die Facebook-Seite als Arbeitsstelle im Privatprofil angeben. Dies erhöht die Sichtbarkeit der Seite ebenfalls. Manche wollen allerdings lieber „anonym“ bleiben, am meisten wird diese Funktion von Freelancern und Geschäftsinhabern genutzt.

 

Facebook Arbeitsstelle im Privatprofil anlegen  

Seitenmanagement

Zum Verwalten von Facebook-Seiten vom Smartphone aus (nicht möglich bei Benutzung des Business Managers) gibt es die Seitenmanager-App zur Moderation der Seite. Sie steht zum Download im iTunes App Store bzw. im Google Play Store.

Nun könnt ihr euch noch überlegen, ob ihr Tools wie beispielsweise Hootsuite oder Buffer zur Erleichterung des Social-Media-Managements (z. B. für Analyse oder Planung von Beiträgen etc.) benutzt wollt. Oder falls ihr schon bei der Verwaltung anderer Social-Media-Kanäle mit Tools arbeitet, prüft ob es sinnvoll ist die Facebook-Seite dort noch hinzuzufügen.

 

Uhr

Zum Schluss…

…der eigentlich ein Anfang ist. Denn nun geht erst so richtig los, doch der Umgang und die Pflege der Seite ist ein anderes Thema, das hier den Rahmen sprengt. Weiterführende Anregungen zur Erstellung und auch zur Pflege von Facebook-Seiten findet ihr im Artikel „Checklisten zur Erstellung und Pflege Ihrer Facebookseite“ von Annette Schwindt. Und nicht dass ihr mich falsch versteht – nicht jeder muss alle diese Schritte durchführen. Es gibt nicht DIE EINE Anleitung, die richtig ist. Viele Schritte sind notwendig, aber nicht jeder will z. B. Seiteninhaber sichtbar machen oder Meilensteine einfügen. Diese Möglichkeiten sollen als Inspiration zur Optimierung dienen. Letztendlich müsst ihr individuell entscheiden, was zu euch und eurer Seite passt.

Beachtet bitte beim Lesen des Artikels, dass dieser Stand November 2014 ist. Facebook ändert öfter etwas an den Seiteneinstellungen, aktuell wird z. B. gerade der Info-Bereich umgestaltet.

Falls ich etwas vergeßen habe oder ihr Veränderungen in den Einstellungen bemerkt, könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen. Und natürlich freue ich mich, wenn ihr diesen Blogartikel teilt. Dankeschön :-)

Zusammenfassung als Slideshare

 

Weitere Infos zu kundenorientiertem Marketing und Social Media gibt’s in der Contentkiste.

 

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