Hinweis: Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf unserem alten 2BS Blog.

Wer selbst bloggt kennt es sicher: Man sieht auf einem anderen Blog ein tolles Design, technischen Schnick-Schnack oder wie man neuerdings so schön schreibt „geilen content“ und denkt: „Wow, ich muss mal mein Design überdenken“, „was ist das für ein tolles Plugin“ oder „darüber will ich auch schreiben“. Kurzum, wie Andreas Quinkert schon im Aufruf zur Blogparade von Zielbar Besser bloggen – Deine Vorsätze und Tipps für 2015 schreibt: In puncto Blog gibt es eigentlich immer Verbesserungspotential. Als Inspiration stelle ich euch hier 3 Vorsätze für 2015 und 5 Blogging-Tipps, die eure Leser freuen, vor. Außerdem gibt es noch einen Zusatztipp für Blogparaden.

Blogparade

Mit meinem Artikel beteilige ich mich an der oben genannten Blogparade des Gemeinschaftsprojekts Zielbar, die von 5. Dezember 2014 bis 18 Januar 2015 läuft. Darauf aufmerksam wurde ich durch einen Beitrag von Zielbar auf Google+.

Was ist eine Blogparade?

Eine Blogparade ist eine gemeinsame Blogging-Aktion, die von einem Blog veranstaltet wird. Der Veranstalter gibt ein Thema vor, setzt eine zeitliche Frist und ruft andere Blogger auf, zu diesem Thema auf ihrem Blog einen Artikel zu verfassen. In diesem Artikel wird auf den Veranstalter Bezug genommen und der Aufruf verlinkt.

Danach wird der Veranstalter über die Teilnahme bzw. den Artikel informiert. Der Veranstalter sammelt die Links, veröffentlicht sie und vergibt manchmal einen Preis als Anreiz. Einige Veranstalter publizieren ein E-Book mit den eingegangenen Beiträgen.

5 Blogging-Tipps

Bei Blogs gibt es so viele relevante Themenbereiche. Bloggen hat zu tun mit Marketing, Technik, Funktionen, Design, Strategie, Content, SEO, Analyse, Monitoring, evtl. Werbung, Social Media, Netzwerken etc. Da dies der erste Artikel über das Thema Bloggen im 2BS Blog ist, habe ich meine 5 Blogging-Tipps bewusst allgemein gehalten und bin nicht auf einen Detailbereich eingegangen. Diese 5 Tipps lohnt es sich zu beherzigen, sie sollten eigentlich Standard sein. Ein Blog lebt zwar von seinen guten Inhalten. Doch auch das „Rahmengerüst“ darum herum ist wichtig, damit sich eure Leser wohlfühlen. Darauf beziehen sich meine Tipps. Zum Schluss gibt es noch einen Zusatztipp für Blogparaden.

Responsive Webdesign

Blogging-Tipp

Die hervorragendsten Inhalte haben keine Chance, wenn sie nicht richtig dargestellt werden. Die Nutzung von Tablets und Smartphones nimmt weiter zu. Im Länderbericht für Deutschland der Smartphone-Studie von 2013 über das Verhalten von Smartphone-Nutzern findet man viele Daten, die dies bestätigen. Unter anderem wurde auch herausgefunden:

Smartphone-Nutzer beteiligen sich häufig an sozialen Netzwerken. 72 % besuchen soziale Netzwerke. 41 % besuchen solche Websites mindestens einmal täglich.

Oft stößt man durch Social Media auf Blogartikel, häufig mit einem mobilen Endgerät. Mein Tipp deshalb: Wer noch keinen Blog mit responsive Webesign hat, sollte sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Noch mehr Gründe warum responsive Webdesign wichtig ist findet ihr hier.

Sharing-Buttons

Blogging-Tipp

Ein weiterer Aspekt für zufriedene Leser, der häufig die mobile Nutzung betrifft: Teilen-Buttons. Mobil ist es umständlicher, Links zu kopieren, zu kürzen und zu posten. Mit Sharing-Buttons wird den Lesern das Teilen des Artikels erheblich erleichtert. Es gibt immer noch viele Blogs, die keine Teilen-Buttons anbieten, um den Blogartikel in soziale Netzwerke oder per E-Mail weiter zu verbreiten. Das ist sehr schade und verschenktes Potenzial bzw. verlorene Reichweite. Welche rechtlichen Aspekte ihr bei der Verwendung beachten müsst, könnt ihr im Blog von Rechtsanwalt Thomas Schwenke nachlesen.

Suchfunktion

Blogging-Tipp

Wer euren Blog kennt und guten Inhalt gefunden hat, möchte diesen zu einem späteren Zeitpunkt eventuell nochmals lesen. Und besagten Artikel bookmarken, weiterleiten oder vielleicht zu einem bestimmten Thema recherchieren. Eine Suchfunktion verhilft euren Lesern, die gewünschten Informationen schnell zu finden, auch wenn die Artikel dazu schon vor längerer Zeit geschrieben wurden.

Diese 5 Tipps spielen auch für die Usability (Benutzerfreundlichkeit) des Blogs eine Rolle. Die Besucher sollen sich wohlfühlen auf eurem Blog und öfter wiederkommen. Macht es ihnen einfach!

Blogartikel strukturieren

Blogging-Tipp

Bisher waren die Tipps auf den ganzen Blog bezogen. Für die Blogartikel an sich gilt das Denken aus Nutzersicht natürlich ebenso. Ein guter Textinhalt alleine wirkt nicht, er muss auch passend in Form gebracht werden. Ich gestehe, ich bin absoluter Fan von Ordnung und Struktur in Beiträgen – man bekommt einen schnellen Überblick worum es in dem Artikel geht, kann sich gegebenenfalls einzelne Absätze gezielt herauspicken und orientiert sich schnell. Für längere Beiträge ist das Einbinden eines Inhaltsverzeichnisses eine Überlegung wert (ich benutze hierfür das Plugin „Table of Content Plus“).

Auch aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung spielt die Strukturierung eine bedeutende Rolle – nicht nur der Leser, auch Google will sich leicht zurechtfinden. Deshalb folgt immer dem „roten Faden“, schreibt eine Einleitung, Hauptteil und einen Schluss. Ebenfalls ganz wichtig: Macht sinnvolle Absätze und Zwischenüberschriften. Wer dem Leser mehr bieten will, kann seine Texte ansprechend gestalten. Hier gibt es außer Bilder und Grafiken noch andere Möglichkeiten: Tabellen, Diagramme, Infografiken, Videos etc. Seid kreativ, aber vergesst nicht das Urheberrecht zu beachten.

Von Dani Schenker gibt es auf Zielbar einen prima Artikel über tolle Tipps für besser aussehende Blogposts. Einheitliche Titelbilder zu Artikel sehen auch gut aus und steigern die Übersichtlichkeit. Dadurch steigt ebenfalls der Wiedererkennungswert und es sorgt für einen stimmigen Gesamteindruck.

Blogartikel korrigieren

Blogging-Tipp

Eine Grundvoraussetzung für gute Blogartikel ist meiner Meinung nach eine korrekte Rechtschreibung/Grammatik sowie sorgfältiges Arbeiten. Hier muss man abwägen – wie gut bekommt man das selbst hin und für welche Zielgruppe schreibt man, bzw. wie will man sich selbst präsentieren. Für größere Unternehmen ist das Hinzuziehen eines Profis die beste Wahl, wenn man keinen Experten in den eigenen Reihen hat. Doch für Freelancer, kleinere Unternehmen oder bloggende Privatpersonen kommt das meist aus finanziellen Gründen nicht in Frage.

Durch Eigeninitiative kann man seine Rechtschreibung verbessern und es gibt einige gute Tricks, wie man das Korrekturlesen effektiver durchführen kann. Probiert es aus, es hilft wirklich. Ein paar falsch gesetzte Kommas oder kleine Schreibfehler sind meines Erachtens kein Beinbruch – wenn der Gesamteindruck passt. Durch sorgfältiges Arbeiten und wiederholtes Korrigieren kann man seine Texte verbessern, also nehmt euch die Zeit.

Zusatztipp für Blogparaden

Blogging-Tipp

Blogparaden stellen Blogger vor eine besondere Herausforderung: Die Zielgruppe ändert/vergrößert sich. Der Blogartikel richtet sich nicht nur an die „normale“ Leserschaft, sondern es werden sich auch andere Teilnehmer der Blogparade den Artikel anschauen. Es sollte idealerweise ein Artikel geschrieben werden, der die gesamte (vergrößerte) Zielgruppe anspricht. Deshalb ist es empfehlenswert, sich im Vorfeld Gedanken über die potenziellen Teilnehmer der Blogparade zu machen und sich zu überlegen, wie man am besten vorgeht. Welche Kompromisse man eventuell bereit ist einzugehen, und wenn es sich schwierig gestaltet – für wen man vorrangig schreibt. Sollte man gar keine Übereinstimmung finden, ist es besser nicht an der Blogparade teilzunehmen.

Liebes Zielbar-Team, Danke für den Aufruf zu dieser Blogparade. Ich freue mich schon auf die vielen interessanten Beiträge der anderen Teilnehmer. Wer möchte, kann gerne Feedback, weitere Tipps oder Gedanken zum Thema in den Kommentaren beisteuern.

Darf gerne geteilt werden. Herzlichen Dank!